[2014] News

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    • Der amtierende WEC-Meister und dreifache LeMans-Sieger Andre Lotterer gibt am kommenden Wochenende sein Formel 1 Debüt für Caterham.

      Er ersetzt dabei den japanischen Stammfahrer Kamui Kobayashi.

      Lotterer stand Anfang des Jahrtausends bereits auf der Schwelle zu einem F1-Cockpit - ebenfalls bei einem in grün gehaltenen Team: Jaguar F1.
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    • Ich glaube jemand wie Lotterer muss sich keine Sorgen mehr um seine Karrere machen. Er ist ja nach wie vor Audi-Werksfahrer und mit seinen drei LeMans Siegen zzgl. dem WEC-Titel bekommt so jemand im Langstreckensport jederzeit wieder ein Cockpit.

      Was vielen Langstreckenfans wohl eher sorgen macht, sind die Auswirkungen auf den eigenen Sport. Sollte Lotterer gegen den momentan schlechtesten F1-Piloten im Starterfeld, seinen Caterham-Teamkollegen Erikkson im gleichen Auto untergehen, kann dies das ansehen der Sportwagenszene und derer Fahrer massiv schmälern. Dann wird es gerade seitens des F1-Fanlagers heißen "euer bester LMP-Pilot ist nicht mal so gut wie ein schlechter F1-Paydriver, die WEC ist eine Serie für einstige GP-Versager, B-Fahrer, ein Abstellgleis für ausgediente Piloten aus besseren Serien...

      So gesehen kann ich den Unmut da schon irgendwo nachvollziehen. Für Lotterer freut es mich natürlich dennoch, aber auch ich schätze sein Chancen gering ein, dass er mangels Erfahrung und Testtagen überhaupt mit Erikkson mithalten kann.
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    • Naja, zumindest in dem Bereich, wo ich den Diskussionen folge, liegt das eher daran, daß der Anhänger des Sportwagensports (ist das überhaupt ein Wort?) für was ganz Besonderes halten, und jeder, der auch nur entfernt was mit Einbäumen zu tun haben möchte, ein Abtrünniger ist, der am Besten auf der Stelle verbrennen soll, aber wenn er reumütig ist, wird er vielleicht wieder großmütig in die Gemeinde aufgenommen wird, aber erst, nachdem er alle biblischen Plagen durchlitten hat. Mir haben uns ja oft genug über Rotkäppchen und DTM-Fanboys unterhalten, aufgeregt und lustig gemacht, aber genau dasselbe irrationale Fanverhalten hat man genauso bei den Sportwagenanhängern, nur daß es noch mit einem gewissen elitären Dünkel einhergeht...

      Ich seh das eher so, daß da nen paar Leute eingeschnappt sind, weil er mit ner anderen Braut flirtet...

      Was Lotterer selber an geht, ich denke, bei ihm muß man sich IMO keine übermäßig großen Sorgen machen, daß er sich blamieren wird. Einbaum-Erfahrung in F1 und Formel Nippon/Super Formula, momentan einer der schnellsten Treter in der LMP1, und als Werksfahrer sicherlich mit dem notwendigen technischen Sachverstand ausgestattet, um wirkungsvoll mit den Ingenieuren zusammenarbeiten zu können (was heutzutage die wesentliche Grundlage ist).

      Was mich am Rande auch mal interessiert: Wie kam dieser Deal zustande, so daß Kobayashi, der ja nun wahrlich auch kein Nasenbohrer ist, für min. ein Rennen zugucken darf?
    • Bei Caterham zählte bisher immer erst mal der mitgebrachte Geldbeutel, allerdings kann ich mir bei Lotterer kaum vorstellen, dass er sich als Audi-Werksfahrer ohne wirkliche eigene Sponsoren den Cockpitplatz gekauft hat. Da liegt eher die Vermutung nahe, dass seine gute Verbindung zu Kolles (Technischer Direktor bei Caterham) immer noch bestand hat. Kolles ist ja bekannt dafür, seine Ex-Fahrer und Mitarbeiter immer wieder mit einzubinden, so gesehen auch vor kurzem mit Christijan Albers - welchen er jetzt auch wieder zu Caterham geholt hat, wenn auch nicht als Fahrer sondern als Teamchef.

      Albers wurde damals von Kolles in das in Midland umbenannte Jordan F1 Team geholt, in welchen der Niederländer trotz wenig überzeugender Leistungen aus offensichtlichen Gründen bei der Umbenennung in das "niederländische Team" Spyker bleiben durfte. Albers fuhr außerdem - übrigens als Teamkollege von Lotterer - für Kolles eigenes Team bei den 24h von LeMans, bei dem der Teamchef gebrauchte Audi R10 TDI einsetzte. Ein weiteres dieser "Kolles-Fahrer-Beispiele" war hier Karthikeyan, der als überbleibsel aus Kolles Jordan Zeit ebenfalls ein Cockpit im R10 TDI bekam. Als Albers dann in der Formel 1 durch eine ganze Reihe von fragwürdigen Unfällen und Tankschlauch-Aktionen in der Formel 1 definitiv nicht mehr bleiben konnte, durfte Albers weiter für Kolles in dessem DTM-Team fahren. Da das Team in diesem Jahr von Audi aber nicht mal Vorjahreswagen sondern nur zwei Jahre alte Autos bekam, konnte Albers kein kein besseres Ergebnis als Rang 13 erreichen. Generell galt das Team in der gesamten Bestehensphase als das schlechteste Team in der DTM.

      Bei der erneuten Umbenennung des Ex-Jordan Teams in Force-India war Kolles zwar offiziell noch angestellt, bei Neu-Besitzter Mallya aber läängst in Ungnaden gefallen und hatte nach drei Horror-Jahren mit dem guten Abschneiden des "neuen" Teams nichts mehr zu tun. Meiner Meinung nach sagt das schon viel aus, dass mit dem Ende von Kolles eigenartigem Führungsstil und seinen fragwürdigen Entscheidung der sofortige Aufstieg des Teams aus dem Keller einher kam.

      Später übernahm Kolles dann ja bekannterweise die Führung bei HRT und führte auch dieses Team bis zum Abgrund... also mit Ruhm hat der Mann sich mit seinen Entscheidungen garantiert nicht bekleckert - und dennoch wird er immer wieder von Krisenteams zur "Rettung" herangezogen...



      Warum nun ausgerechnet Kobayashi zuschauen muss... nun das dürfte wohl tatsächlich etwas mit dem Geld zu tun haben. Ericsson bringt als Schwede und Ex-GP2 Fahrer einige Sponsoren mit, Kobayashi musste sich durch eine Spenden-Aktion seiner Fans Anfang des Jahres einkaufen, da er selbst keine Sponsoren auftreiben konnte. Kobayashi ist sicherlich ein guter, würde man bei Caterham aber nach Leistungen gehen müsste jetzt natürlich Ericsson draußen sitzen - oder noch genauer gesagt - hätte man damals Petrov und vor allem Kovalainen nie ziehen lassen dürfen.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Marcel Penzkofer ()

    • Sensationstransfer perfekt

      Im Rahmen des Grand Prix von Japan in Suzuka bestätigt RedBull Racing offiziell ein neues Fahrerduo für die Saison 2015. Während Daniel Ricciardo nach seinem grandiosen Einstand beim Team aus Milton Keynes dem Team auch über 2015 hinaus erhalten bleiben wird, wird der amtierende Weltmeister Sebastian Vettel das Team nach vier gemeinsamen Fahrer-Weltmeistertiteln verlassen.

      Die immer wieder dementierten Gerüchte um einen Wechsel von Vettel zu Ferrari haben sich damit nun doch als korrekt herausgestellt. Der Heppenheimer wird im kommenden Jahr Fernando Alonso bei Ferrari ersetzen und an der Seite seines besten Freundes im F1-Zirkus, Kimi Räikkönnen, bei Ferrari versuchen, dem Team wieder zu Titelehren zu verhelfen.

      Neuer zweiter Mann bei RedBull Racing wird damit Daniil Kvyat, der von RedBulls Junior Team Scuderia Toro Rosso nach nur einem Jahr den Aufstieg in das Topteam machen wird. Kvyats Platz bei Toro Rosso neben Verstappen wird damit frei. Es gilt jedoch als sicher, dass Jean-Eric Vergne durch den nun unvorhersehbar freigewordenen zweiten Platz im Team dennoch keine weitere Chance bekommen wird. Vergne werden gute Chancen bei Sauber eingeräumt, sollte das Team 2015 noch existieren. Der Franzose würde dann den Platz von Adrian Sutil einnehmen. Die größte Wahrscheinlichkeit ist, dass bei RedBull ein weiterer "Sohn" nachrücken wird. Carlos Sainz Jr.


      Fernando Alonsos Wechsel zu McLaren-Honda gilt damit trotz (noch) ausbleibender Bestätigungen als sicher. Die Japaner wollten mit allen notfalls notwendigen finanziellen Mitteln einen Starfahrer bei McLaren sehen. Nachdem Ron Dennis das Team vor einem Jahr von Martin Whitmarsh wieder übernommen hat, ist der Wechsel vom damals gescholtenen Alonso zurück zu Dennis' Team eine wahre Sensation. Fraglich bleibt hier jedoch, wen Alonso bei McLaren ersetzen würde. Buttons Tage scheinen gezählt, Magnussen wirkt motivierter und hatte eine gute erste Saison gegen den Routinier und ehemaligen Weltmeister. Der Brite sagte erst kürzlich, dass er nicht in der Formel 1 bleiben werde, wenn er keine Chance auf ein gutes Cockpit außerhalb von McLaren haben würde. Da Button aber ein großer Japan-Fan ist, viel Zeit dort verbringt und das Suzuka-Rennen als eigentlichen Heim-GP bezeichnet... wer weiß, ob man Jenson nicht künftig in einem japanischen Sportwagen sehen wird? Nissan LMP1?







      PS: Der Witz an der Geschicht... und ja, Eigenlob stinkt... genau das habe ich in allen Details diese Woche mit André per Facebook vorhergesagt :D. Meine weitere Vermutung war/ist, dass man Kvyat ein Jahr bei RedBull Racing sehen wird und dieser dann für den für RedBull extrem gut vermarktbaren jungen Verstappen "geopfert" wird.

      Wirklich leid tut mir hier vor allem Vergne. Die Entscheidung ob Webber durch Ricciardo oder Vergne ersetzt wird war vermutlich 49:51 gegen Vergne. Er hat sich massiv im Qualifying verbessert und das Rennen trotz schlechterer Startpositionen oft noch vor Ricciardo beendet. Ricciardo befördert durch seine Leistungen fraglos den viermaligen Weltmeister Vettel aus dem Team, während Vergne nächstes Jahr kein Cockpit haben bekommen könnte. Schade um einen guten, selbstkritischen Fahrer der leider auch keinen Namen und Sponsor abseits von RedBull mitbringen kann.
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    • Zehn Tage später gibt es also immer noch nicht wirklich etwas offizielles dazu, ob Vettel tatsächlich 2015 für Ferrari fährt und was mit Alonso passieren wird. Gerade letzteres ist derzeit das beliebteste Thema in der Motorsportwelt. Experten, Journalisten und Fachleute raten fröhlich mit, was Alonso nächstes Jahr machen wird und jeder glaubt irgendwie die Wahrheit zu kennen. Auch die Plätze von Button und Magnussen bei McLaren sind beide nicht sicher.

      Kurz zusammengefasst die derzeitigen Möglichkeiten:

      Alonso wechselt zu McLaren-Honda
      - gilt als die wahrscheinlichste Variante und ist dennoch so absurd. Alonsos letzter "Besuch" bei McLaren kostete dem Team 100 Mio Dollar und alle Konstrukteurs-WM Punkte wodurch das Team nicht nur eine hohe Strafe zahlen musste, sondern auch als einziges Team keine Einnahmen hatte. McLaren hat diesen finanziellen Schlag bis heute noch nicht weggesteckt. Teamkollege wird wohl Magnussen und Buttons F1-Karriere endet dann. Es sei denn Auto Nummer 3 kommt...

      Alonso nimmt ein Jahr Auszeit und spekuliert auf einen Platz bei Mercedes-Benz
      - Weltmeister werden will er noch mal und dazu muss man im besten Auto sitzen. 2015 ist kein Platz für den Spanier, doch danach könnte Hamilton zu Ferrari (für Räikkönen) oder zurück zu McLaren gehen wollen.

      Alonso wechselt zu Mercedes-Benz
      - kommt das dritte Auto, wäre er wohl der erste der dort auftaucht. Deckt sich jedoch nicht mit seiner Aussage, dass er 2015 kein Auto mit Triebwerk aus Brixworth haben wird

      Alonso kehrt in sein ehemaliges "Team Enstone", heute auch als Lotus bekannt, zurück
      - galt einige Zeit als wahrscheinlich, doch da Enstone 2015 mit Mercedes-Motoren fahren wird und Alonso explizit betont hat, dass sein Einsatzfahrzeug 2015 keinen Mercedes-Motor haben wird, kann man das wohl ausschließen.

      Alonso wechselt in die Langstrecken-WM (WEC)
      - könnte nicht mal so unrealistisch sein. Alonso beteuert seit der letzten FIA-Gala zum Saisonfinale 2013 seine Begeisterung für LeMans, konnte seine Augen und seine Kamera kaum vom siegreichen Audi R18 wenden und startete auch aus diesem Grund das 2014er Rennen. Sein bester Freund aus F1-Zeiten, Mark Webber, fährt bereits in der Serie für Porsche. Porsche bringt kommende Saison ein drittes Auto, er könnte sogar zusammen mit Webber fahren.
      - Ferrari dementierte bisher einen Einstieg in die P1-Klasse und irgendjemanden wäre es sicherlich aufgefallen, würde man heimlich an so einem Auto basteln. Sollte Ferrari dennoch einen Einstieg in die Serie erwägen, würde das quasi alle Aussagen von Alonso bestätigen: kein Mercedes-Motor, Verbundenheit zu Ferrari, seine Entscheidung ist im besten Sinne der Italiener.


      Einige eigene Ideen die mir noch so im Laufe der Woche gekommen sind:

      Alonso bleibt bei Ferrari (mit drittem Auto)
      - wenn das dritte Auto kommt, deckt sich auch hier alles mit Alonsos Aussagen: kein Mercedes-Motor, Verbundenheit zu Ferrari, seine Entscheidung ist im besten Sinne der Italiener.

      Vettel geht zu McLaren, Alonso bleibt bei Ferrari
      - deckt sich mit Alonsos Kommentaren und ist gar nicht so abwegig, trotzdem nennt kein Experte wirklich diese Möglichkeit. So ganz realistisch sehe ich Vettel bei McLaren auch nicht, der gewollte Rückschritt von RedBull zu Ferrari ist angesichts dieser Saison überschaubarer, allerdings weiß keiner was im Honda steckt und McLarens Formkurve zeigt zudem nach oben, war man zuletzt sogar besser bei der Musik als Ferrari.


      Wie man sieht, dreht sich derzeit viel um das dritte Auto. Witzigerweise aber nicht durch Aussagen der Teams, sondern von Insidern welche die letzten Jahre in fast allen belangen bzgl. dem Transfermarkt recht hatten... (allen vorran Eddie Jordan). Ob das Drei-Auto-Team wirklich kommt oder nicht, weiß noch keiner so genau. So wie es aussieht, wird das auch davon abhängen, welche Teams es 2015 noch gibt. Caterhams Zukunft ist mehr als fragwürdig, Marussia kann sich gerade so über Wasser halten und aus Insiderkreisen hört man, dass es Sauber nächstes Jahr nicht mehr geben könnte - denn was man schon weiß ist, dass Jean-Eric Vergne eine Chance auf das Cockpit von Sutil bei Sauber hat, WENN es Sauber noch gibt. Diese Aussage klingt mir schon sehr danach, dass es um das Team nicht gut bestellt ist...
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    • Die Option 'Alonso im Ferrari LMP1 nach LM' kann, nach Aussage von Piero Ferrari, so ziemlich ausgeschlossen werden:

      “As for Le Mans, it’s very interesting and part of Ferrari’s history,” he says. “But I’d say it’s quite impossible to do a full LMP1 and F1 programme – for us. It would be incredibly demanding technologically and financially. You have to do one or the other.”
    • finde die letzte Variante (Vettel zu McLaren, Alonso bleibt) sehr genial. Wäre ne dicke Überraschung.
      Von den plänen die Teams um ein drittes Auto zu ergänzen hatte ich noch gar nichts gehört. Wundert mich allerdings. War nicht auch in der F1 in den letzten Jahren von Kosteneinsparungen die Rede?
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    • McLaren wird in Abu-Dhabi ein neues Fahrzeug einsetzen, dass schon die Regeln von 2015 erfüllt und ein gewaltiger Schritt nach vorne sein soll, hinter vorgehaltener Hand erhofft man sich damit schon auf Anhieb Williams zu schlagen. Sollte das klappen, bringt das durchaus Spannung in das Titelduell, könnten die McLaren im Qualifying doch zwischen die Mercedes fahren? Fraglich bleibt aber noch, ob das neue Auto über die freien Trainings hinaus eingesetzt wird, da es in erster Linie um das Sammeln von Daten geht und darum, Fehler seitens des Chassis auszuschließen, wenn man nach Saisonende erstmals mit dem Honda-Triebwerk testen wird.


      Die News sind eigentlich nichts exklusives, scheinen aber deutschlandweit noch keines der Portale so wirklich erreicht zu haben. Dabei steht das bereits seit dem Sonntag in Interlagos offiziell fest...
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    • Hm, ich weiß nicht, ob es jetzt grundlegende Änderungen am technischen Reglement fürs nächste Jahr gibt, ich hab aber bisher nicht viel davon gelesen. An sich spricht nix dagegen soviel unterschiedliche Konstruktionen während eines Jahres einsetzen, wie man an den Start bringen kann, müssen halt das ganze Abnahmebohei durchmachen. Es ist bloß sehr unüblich geworden.
      Wäre aber schon ein ziemlich gewagter Move von McLaren, ein neues Fahrzeug ohne große Datengrundlage für ein einzelnes Rennen einzusetzen. Zumal der Eimer für die Integration des Honda-Motors noch mal komplett neu konstruiert werden müßte.
    • Ich denke auch nicht, dass es so kommt und man nur den Freitag nutzen wird. In erster Linie soll es ja eine B-Version des aktuellen Autos sein. Generell darf man soweit mir bekannt ist im Laufe einer Saison diverse Dinge nicht mehr am Fahrzeug ändern. Dazu gehört alles, was mit der Crash-Struktur verbunden ist. Das war auch einer der Gründe, warum kein Team damals McLarens Lösung mit dem handbetriebenen F-Duct (der Schacht zum manuellen Strömungsabriss am Heckflügel für mehr Topspeed) nachbauen konnte, da eine Änderung am Monocoque und den damit verbundenen Crashstrukturen notwendig gewesen wäre. Ich denke mal man wird jede Menge Teile wie z.B. die neue Nase für die kommende Saison testen (Lotus nutzt Freitags ja auch schon seit geraumer Zeit nicht mehr den Doppelkeil sondern eine Mercedes-ähnliche Lösung) aber generell ein B-Auto fahren, welches die Crashstrukturen des 2014er Modells behalten wird um in erster Linie sicher zu stellen, dass dieses Interimsauto auch für die Honda-Tests verwendet werden kann.
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    • Stimmt, ich erinner mich gerade daran, daß (damals noch) Virgin eine Sondergenehmigung brauchte, nachdem sie sich mit der Benzindichte vertan hatten und das Chassis ändern mußten, um einen größeren Tank einbauen zu können. Vor etwa zehn Jahren war das noch etwas anderster, als beispielsweise Ferrari die Saison mit einem leicht verändertem Vorjahresmodell anfing und erst zum dritten oder vierten Rennen mit dem neuen Fahrzeug antraten. Allerdings waren sie damals so überlegen, daß man sich das locker leisten konnte... ;)

      Vor etwa 25 Jahren konnte es dagegen passieren, daß zwei Teamkollegen sowohl mit unterschiedlichen Fahrzeugen als auch Motoren in der Startaufstellung standen...
    • Japp, vollkommen richtig. Damals war es sogar eher üblich, dass innerhalb des Teams eher verschiedene Autos als baugleiche eingesetzt wurden. Auch Lotus begann die Saison 1979 mit dem Vorjahreswagen (Lotus 79) da der Lotus 80 noch nicht fertig war. Mit dem überlegenen Vorjahreswagen fuhr man mehrere Podien und Top5 Ergebnisse ein, wärend der neue Wagen dann ein totales Desaster war.

      Glaube Manor bzw. Virgin war tatsächlich die einzige Ausnahme in den letzten Jahren. Ich vermute aber mal, dass diese Regeländerung weniger mit der Sicherheit rund um die Crashstruktur zu tun hat, als viel mehr ein künstliches Mittel ist, die Kosten überschaubar zu halten und den finanzstarken Teams nicht mehr zu ermöglichen, bei einer totalen Fehlkonstruktion einfach noch mal ein neues Auto hinzustellen. Auf der einen Seite finde ich das schade, da gerade so die ein oder andere Meisterschaft noch mal interessant wurde und ich der Vielfalt an Modellen innerhalb einer so langen Saison auch nicht abgeneigt bin. Andererseits muss ich sagen, sieht man die heutigen Finanzprobleme der Formel 1 Teams, kann man froh sein, wenn die kleinen nicht noch weiter zurückfallen da sie sich dieses Entwicklungsrennen niemals leisten könnten. Auf der anderen Seite ist man so bei einer Fehlkonstruktion halt auch dazu verdammt, das ganze Jahr damit herumgurken zu müssen. Schön oder eben nicht so erfreulich zu sehen an Lotus, die letzte Saison noch regelmäßig auf dem Podium standen. Dafür fährt Williams dieses Jahr ganz vorne mit, obwohl die von allen Mittelfeldteams deutlich weniger Geld haben.

      Fast schon schockierend ist auch, dass die einstige Nummer 2 hinter Ferrari bei den Budgets mittlerweile auch aus finanzieller Sicht ins Mittelfeld abgerutscht ist. McLaren hatte 2014 ein absoluter Rekordbudget zur Verfügung, wie man selbst sagt DEUTLICH mehr als je zuvor. Dennoch liegt man da mittlerweile ganze Welten hinter Ferrari, RedBull und Mercedes-Benz.
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    • Naja, ein großes Budget schadet sicher nicht, aber es ist auch keine Garantie dafür, daß man automatisch erfolgreiche Fahrzeuge baut. Vergleiche die Engagements von Toyota und Honda. Rennwagen sind heute so komplexe Gesamtsysteme, bei dem man, keine Ahnung, 100 unterschiedliche Faktoren richtig zusammenkriegen und austarieren muß, um gut unterwegs zu sein. Und heute ist das Niveau in der Entwicklung so extrem hoch, da muß man nur mit einem Aspekt danebenliegen und schon ist man weg von der Spitze. Red Bull hatte voriges Jahr Schwierigkeiten, bis Pirelli eine haltbarere Reifenspezifikation auflegte, und bums, dominierte Vettel nach Belieben. Das sind inzwischen wirklich nur Winzigkeiten, die da den Ausschlag geben. Vom anderen Ende her geschaut, die Hinterbänkler sind heute deutlich zuverlässiger und deutlich näher an der Spitze, als sie es vor 10, 20, 30 Jahren waren. Marussia, Caterham und Sauber hatten dieses Jahr im Schnitt eine oder zwei Runden Rückstand, vor 10 Jahren hatten die Minardis zum Rennende meist eine Runde mehr. 1994 hatte Simtek circa eine weitere Runde eingebüßt, und 1984 konnte man schon mal Glück haben und mit fünf Runden Rückstand noch das letzte Pünktchen (für Platz 6!) mitnehmen.

      Bei Lotus kommt dieses Jahr aber möglicherweise noch ein anderer Punkt hinzu, nämlich daß das Team mit seiner etwas losen Zahlungsmoral einen massiven 'Brain Drain' zu verantworten hat, der ihnen jetzt auf den Kopf fällt.

      Die Situation, in der viele Teams mittlerweile stecken, halte ich aber auch für extrem bedenklich, ist IMHO aber kein exklusives Problem der F1, dort aber wesentlich sichtbarer als in anderen Serien.

      Historisch betrachtet hat das 'echte' Team Lotus zwar zahlreiche Geniestreiche auf die Räder gestellt, bei der Weiterentwicklung aber auch oft genug danebengelangt, daß man schon mal mit drei unterschiedliche Fahrzeuge in einer Saison eingesetzt hat (und sich dann teilweise doch wieder auf die Vorjahreskonstruktion konzentiert hat). Aber so ein bisschen wildes rumexperiemtieren und ausprobieren war bis tief in die 80er durchaus normal.
    • Kurzer Überblick zum Saisonende / Jahreswechsel:

      Marussia befindet sich in einem Insolvenzverfahren

      Caterham hat mit einer Minimalbesetzung zwei Autos nach Abu-Dhabi gebracht, wird aber dennoch am After-Season-Test diese Woche teilnehmen, da es wohl einige reiche Leute gibt die Interesse haben, das Team zu kaufen. Unter welchem Namen man 2015 antreten wird - sofern überhaupt - steht demnach noch nicht fest.

      McLaren wird für den Test diese Woche das Interims-Auto mit dem Honda-Motor einsetzen. Gehen muss bei dem Team entweder Button oder Magnussen. Auf wen auch immer die Wahl fällt, der jeweils andere wird 2015 kein Cockpit bekommen da alle bereits besetzt sind. Den Test für McLaren wird an beiden Tagen Vandoorne fahren, laut Ron Dennis hat auch der eine Chance auf ein Stammcockpit, da es laut Team "mehr als fünf Namen" gibt, die im Gespräch sind. Einer davon ist Alonso, er gilt aber eigentlich als sicher, da es mittlerweile keine Alternativen mehr gibt und der Spanier davon spricht, nächstes Jahr in der Formel 1 wieder auf das Podium fahren zu wollen...

      Sauber hat zwei Fahrer mit gültigen Verträgen für 2015 vor die Tür gesetzt und sich mir Nasr und Ericsson zwei Bezahlfahrer ins Team geholt, die mehr Geld mitbringen als die Sponsoren von Sutil und Gutierrez. Es kann aber gut sein, dass man die Gehälter der "eigentlichen" Fahrer für 2015 dennoch bezahlen muss. Scheinbar bringen Ericsson und Nasr so viel mehr mit, dass man den Teil auch noch abdecken kann...

      Vergne wird nach derzeitigen Gerüchten Testfahrer bei Williams und ersetzt dort Nasr. Den Deal hat wohl Wurz für Williams eingefädelt. Nasr wird aber noch den Abu-Dhabi Test diese Woche für Williams fahren.

      Den zweiten Platz bei Toro Rosso neben Verstappen bekommt logischerweise einer der Fahrer aus dem Nachwuchskader. Sainz Jr. hat in den letzten Wochen mit seinen geforderten großen Ansprüchen für negative Wellen gesorgt, so dass die Chancen z.B. für Lynn deutlich gewachsen sind.

      Hamilton befindet sich jetzt nach dem Titelgewinn in Vertragsverhandlungen mit Mercedes um eine Verlängerung des Engagements. Sein aktueller Vertrag gilt bis Ende 2015.


      Und allgemein... hitzige Diskussionen gibt es nach wie vor um die Lockerung der Motoren-Entwicklungs-Einfrierung. Mercedes stellte sich bisher dagegen, würde aber generell Zustimmen, wenn es feste Entwicklungszeiträume gäbe, zu denen der Motor dann für das ganze restliche Jahr fertig sein muss. Das kommt nicht ganz von Ungefähr, denn mittlerweile wissen sie auch in Brixworth, dass in ihrem Triebwerk locker weitere 60-80 PS stecken, welche die anderen unmöglich in einem begrenzten Zeitraum aufholen können.
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