Nürburgring todgeweiht, Porsche vor dem unwiederbringlichen Zerfall... was ist das für eine Epoche?

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    • Nürburgring todgeweiht, Porsche vor dem unwiederbringlichen Zerfall... was ist das für eine Epoche?

      Ich bin zutiefst schockiert über eine Nachricht die ich eben (wie womöglich auch einige andere von euch via Facebook) bekommen habe. Porsche will sich offenkundig ein weiteres mal der Lächerlichkeit preisgeben und ein Fahrzeug namens "Macan" (ist das indonesische Wort für "Tiger") produzieren.

      my.porsche.com/international/microsite/macan/?pc=95BFB


      Mir persönlich wird mehr als nur schlecht, regelrechter Brechreiz überkommt mich als eingefleischten Fan der Marke! Es ist aber auch eine viel zu bittere Pille! Nach dem kurzen Hoffnungsschimmer 918 das man sich in Zuffenhausen nach langen Jahren der Orientierungslosigkeit bzw. des fiskalischen Machtstrebens wieder auf die eigentliche Kernkompetenz besonnen habe... folgt nun dieser brutale Tiefschlag ins Gemächt eines jeden Mannes! Porsche, ja das WAR mal der Hersteller von kleinen, leichten und kompromisslosen Sportwagen die den Giganten der Szene geradezu schreckliche Niederlagen verpasst haben. Und nun? Mich erinnert der traurige Niedergang irgendwie an die Geschichte der Traditionsmarke Jaguar: Einst glorreich durch z.B. die C-, D- und E-Types die Mercedes und Ferrari an den Rand des Wahnsinns trieben, doch danach nur noch folgten jahrzehntelang nur noch defektanfällige, übergewichtige "Schaukeln", teilweise sogar mit Ford-Technik. Erbärmlich! Nun hat sich VW Porsche einverleibt und scheint ein ähnlich desaströses Spiel zu betreiben! Schlimmer noch: ein solches Projekt wie der Macan könnte dringend benötigte Ressourcen für die Le Mans-Rückkehr von Porsche ganz empfindlich stören oder gar binden, auch wenn Weissach relativ autark arbeitet. Dennoch: Ob VW gewillt ist gleich zwei Großprojekte mit den nötigen Geldern zu unterstützen halte ich mal für unwahrscheinlich. Und es ist ja kein echtes Geheimnis, das sowohl Peugeot wie auch Audi für ihre Auftritte in Le Mans und der ALMS bzw. LMS Budgets verbraucht haben, die recht deutlich über dem liegen, was ein Top-F1-Team verbraucht.

      Ich frage mich echt: was kommt denn nach dem Macan? Ein Lieferwagen vielleicht?

      Ich kann nur hoffen das die bereits jetzt unzähligen negativen Reaktionen bei Facebook nicht ungehört bleiben und vor allem das diese nicht abreissen werden! Irgendwer MUSS diese Idioten, die offenbar derzeit das Ruder bei Porsche in der Hand haben, doch stoppen!
      Man kann nur froh sein das weder Ferdinand noch Ferry diese Scheiße miterleben müssen!!!
    • Nun...ich kann deine Empörung verstehen. Wenn ich auch sagen muss, dass dieses Auto ja nur eines von vielen bei Porsche ist und Porsche womöglich auch nur einfach nach dem Trend gehen. Die ganzen neureichen Chinesen z.B. scheißen auf Rennwagen für die Straße, weil die Straßen bei denen oft nichtmal so gut ausgebaut sind, dass man dort gescheit mit einem nicht-Geländewagen fahren kann. Aber das sind sicher nicht die einzigen auf der Welt, die sich solche Fahrzeuge wünschen. Die Amis darf man auch nicht vergessen. Die Verkaufszahlen sprechen einfach für ein solches Fahrzeug und da wird man auch bei einem Traditionsunternehmen auf die Tradition scheißen. Ich glaube, nein ich fürchte viel mehr, dass diese Nummer nicht nach hinten los gehen wird und dieser Wagen, genauso wie der Cayenne ein großer Erfolg wird.

      Das dies Auswirkungen auf das Sportprogramm von Porsche haben wird, würde mich nicht groß wundern. Hoffen tu ich natürlich das Gegenteil und ich kann mir nur schwer vorstellen, dass man BMW, Mercedes, Ferrari und Lamborghini das GT-Feld überlassen wird. Ob es dann noch bei der großen Ankündigung des letzten Jahres bleibt, in die LMP1 zurückzukehren, wage ich dennoch zu bezweifeln. Es bleibt wohl spannend *game
      Gruß, FuNK!
    • Versteh die Aufregung nicht. Natürlich sind SUVs nicht das, was man unter einem klassischen Porsche versteht, aber der Cayenne war doch mehr als erfolgreich, wenn man das auf den Straßen sieht. Und das der Cajun/Macan kommen wird steht ja nun schon über ein Jahr fest. Warum soll ein "kleiner" Cayenne nicht mindestens genauso erfolgreich sein wie ein Großer.
    • So traurig das auch sein mag, eine Marke wie Porsche muss in den heutigen Zeiten Absatz bringen, besonders seit dem Porsche zum VW Konzern gehört. Mit den paar 911ern und Cayman/Boxster kann man keine Entwicklung in der heutigen Zeit finanzieren. Sei lieber froh, dass Cayenne und Co. so gut verkauft werden. Ohne diesen Umsatz wäre der neue 911er sicherlich nicht so gut geworden, was er ist. Vor ein paar Jahren war das sicherlich einfacher, doch durch die hohe Integration von Elektronischen Systemen, z.B. Fahrerassistenten etc. fordern Entwicklungen wesentlich mehr Zeit und Geld.
      Somit kann man die Sportwagen als "Hobby" der Marke sehen den man im Konzern noch betreiben darf. Märkte wie China/Asien und USA sind immer essentiell für die geforderten Absatzzahlen. Deshalb müssen hier die entsprechenden Fahrzeuge angeboten werden. Das sieht man an Opel, 2011 eine Milliarde (!) Verlust gemacht weil GM untersagt, dass Opel Fahrzeuge in den Boom Märkten in Asien verkauft. Hier möchte man seitens Konzern lieber Chevrolets sehen. So hart es klingt, ohne die Chinesen/Asien hätte die deutsche Autoindustrie heute kaum rosige Zeiten.

      Übrigens, dass ein Fahzeug wie oben dargestellt Ressourcen von der Entwicklung eines Rennwagen bindet sehe ich mehr als unwahrscheinlich. Zwischen der Entwicklung im Motorsport und eines Serienfahrzeuges bestehen seltens Synergien.

      Bevor wir uns also beschweren, dass Porsche "verweichlicht" sollten wir uns lieber freuen, dass Porsche neben dem Pflichtprogramm auch weiterhin die Kür anbietet
      5500 rpm...where Diesels fail, real engines start to work

    • NewNoBee schrieb:

      Ich bin zutiefst schockiert über eine Nachricht die ich eben (wie womöglich auch einige andere von euch via Facebook) bekommen habe.


      Das ist aber schon seit mehreren Monaten bekannt, dass Porsche einen Cayenne-Zwerg bauen wollte. Seit heute ist nur der Name von dem Wagen offiziell. Bis dato lief der Wagen unter dem internen Entwicklungskürzel Cajun (steht für Cayenne Junior). Außerdem hätte das Porsche-Herz beim Cayenne schon schreien müssen, weil der war ja nun egeintlich auch kein "kleiner, leichter und kompromissloser Sportwagen".

      Tja mich regts weniger auf, dass Porsche überhaupt auch Geländewagen baut, sondern mich ärgert dieser Trend zu den Geländewagen-Coupés. Wer mir jetzt mit dieser Sache kommt, Coupé ist französisch und bedeutet zweitürig (oder irgendwie so), das weiß ich auch. Ist nun mal so eine Marketing-Sache, dass "Geländewagen-Coupé" schöner klingt als "Geländewagen mit abgesägtem Heck".
      "Nein, Nein! man hätts nicht ändern müssen, man hätte es gleich von Anfang an richtig machen können." (Mieguys schlauer Kommentar in seinem neuen LP ^^)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Mieguy ()

    • Sorry, aber wenn ich schon wieder so nen Text lese kommt mir die Galle hoch. Wieder das typische "Wuäh, früher war alles viel besser, die F1 Rennen spannender und die Autos schöner" So ein Blödsinn, hört doch mal auf in der Vergangenheit zu leben. Sorry, NewNobee, aber von dir hört man immer genau das.

      Nur weil Porsche sich nicht auf die reine 911er Produktion beschränkt sind sie vor dem Zerfall? Porsche baut nun schon seit einigen Jahren nicht nur den 911er. Ja sogar der Boxster und Cayman sind/waren bei den 911er Fans nicht unbedingt beliebt. Und? Hat das dem Erfolg des 911er geschadet? Wurde der 911er deswegen weichgespühlt? Nein! Der 911er ist damals wie heute die Referenz bei den Sportwagen und da wird sich auch nix ändern. Das würde sich evtl. ändern, wenn Porsche nur auf den 911er setzen würde und dann irgendwann den Laden zumachen muss. Seine Produktpalette auszuweiten ist manchmal eben nötig, vor allem um sein Lieblingsprodukt am Leben zu erhalten.

      Frag mich auch woher du die Budgetzahlen nimmst? Ich hatte mal was von 100 Mio Eur für Peugeot und Audi gelesen, bei Audi sicherlich etwas mehr als bei Peugeot. Force India hatte 2011 ein Budget von 85 Mio Euro. Also liegen die Le Mans Budgets der Hersteller nur knapp über einem Mittelfeldteam der F1. Bei den Topteams wird da immer noch 200 Mio im Jahr oder mehr ausgegeben.
    • Ach Gott was ist denn das für ne Aussage? Was hat denn das eine "subjektives Empfinden" mit dem anderen "wirtschaftlicher Erfolg" zu tun?

      Sorry aber von mir wirst du auch ähnliches wie von NewNobee hören und mir kommt auch die Galle hoch wenn mir das wer absprechen will.

      Nur weil wir in der Gegenwart leben muss ich das "alte" nicht schlechter finden. Ob die früheren Autos jetzt schöner waren oder nicht > Geschmackssache, ob die F1-Rennen früher interessanter, spannender oder authentischer waren > Geschmackssache. Man muss das vielleicht auch erlebt haben um das zu vergleichen. Das mag mit ein Grund sein das die "alten Säcke" den früheren Zeiten nachtrauern.

      Das hat aber nix mit dem zu tun was Porsche heute produziert. Dabei geht es NUR ums Geld. Ob das wer schön findet oder nicht ist seine Sache. Eine Firma muss nicht nur rentieren, sie muss wachsen. Wie sie das tut ist ihre Sache, aber gerade auch die Automobilindustrie ist von Trends und Hypes geprägt, verschläft man was ist man weg, besser man definiert selber welche. Das da mitunter völliger Blödsinn rauskommt ist imo (!) klar, liegt aber auch im Auge des Betrachters, hat aber nichts mit dem zu tun was einem emotional an eine Marke bindet. Selbige kommen nun mal von früher, bei manchen von gaaaanz früher und diesen Idealen trauert man nach.

      Als "Blauweisser" bedauere auch ich zutiefst das der E30 der letzte schöne BMW war, die Zeiten von E9, 02 und Co. sind vorbei..... ich leb das noch mit GTL aus. Die Bangleschen BMW-Kreationen finde ich allesamt zum kotzen....... und? Ist genauso meine Meinung wie sie ein NewNobee oder du hast und das ist legitim und NICHT verhandelbar.

      Also sei etwas toleranter und lass ihm seine Meinung, er akzeptiert deine sicherlich auch. Wenn das nicht funktioniert können und müssen wir nicht mehr weiterdiskutieren.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kronik ()

    • Die 200 Mio für ein F1 Topteam sind noch geschönte Zahlen wegen der "Kostensekungen" der letzten paar Jahre. Hinter den Türen munkelt man, dass die Rekordverdächtigen 420 Mio von Ferrari (2006) zwar nicht mehr ausgegeben werden, die Topteams aber allesamt geschlossen bei über 300 Mio im Jahr (!) liegen, allen vorran RedBull (wobei man da ja sogar munkelt, dass die ein Schlupfloch in dem Kostenregelungssystem gefunden haben und genauso viel ausgeben wie Ferrari früher) gefolgt von Ferrari selbst und mit etwas Abstand McLaren (die nach wie vor noch an ihrer 100 Mio Dollar Strafe zu kauen haben und mot dem GT3/Serienprogramm auch höhere Nebenkosten haben als früher. Kurzum... ~300 Mio € -> Soviel hat das gesamte Peugeot-Projekt seit anbeginn mit dem 908 HDi-FAP zusammen nicht gekostet, u.a. auch weil man ja nicht jedes Jahr ein neues Auto entwickeln musste sondern nur Ausbaustufen gebracht hat, abgesehen vom 2011er 908 (ohne HDi-FAP Endung).

      Ansonsten stimme ich NewNoBee größtenteils zu, auch als "spät dazugestoßener" Porschefan tut es mir weh was mit den "Modemodellen" der Marke angetan wird. Auf der anderen Seite haben die anderen aber auch recht, wer heute auf dem Markt nicht pleite gehen will nur weil er Supersportwagen baut, der muss eben solche Autos bauen. Ferrari hat jetzt einen Allrad-Familenwagen mit dem FF im Programm (auch wenn Ferraris Allradsystem der größte Schwachsinn aller Zeiten ist, baut zusammen mit Maserati den Quattroporte (quasi der Panamera aus Italien) und einen weitere SUV als Kontrast zum Chayenne.
      Auch Aston Martin hat mittlerweile einen Viertürer (Rapide) sowie einen Kleinwagen (!) auf Basis des Toyota iQ (auch wenn der viermal so viel kostet wie mein Seat Ibiza).

      Zu unserer aller Erleichterung ist aber die Existenz dieser Modemodell Porsches finanzielle Absicherung den 911 weiter verbessern zu können. So wird der neue 911 (991) Turbo S als erstes Auto der Baureihe keinen biturbo sondern ein 3.8L Triturbo System bekommen... bin schon gespannt was das auf der Strecke für Zeiten ausspruckt :).
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Marcel Penzkofer ()

    • Vielleicht sollte man auch den Lichtblick erwähnen, dass seit zwei Wochen die ersten 770 PS starken Porsche 918 Spyder-Prototypen auf Deutschlands Straßen getestet werden um dann ab 2013 in den Porsche-Verkaufshallen auch angeboten zu werden. Es tut sich also nach wie vor was in Richtung Supersportwagen.






      Viel bitterer als die Entwicklung bei den deutschen Automobilherstellern (nicht nur Porsche) in Richtung SUV wie finde ich aber, dass der BoP Unsinn seitens ACO/IMSA, die den Porsche 911 einfach um jeden Preis gerne fern des Siegerpodests sehen wollen, jetzt auch seitens Porsche dazu führen wird, dass nach all den Jahren Rennsporttradition mit dem 911er, diese in spätestens zwei Jahren für die diversen ALMS/LMS/24H LM/WEC nur noch ohne Werkssupport eingesetzt werden könnten. Denn seit der 24H-LM Übertragung wissen wir: Porsche plant den Bau eines neuen Mittelmotor-GTE Autos das den 911er als internationales Aushängeschild der Marke im GT-Sport ersetzen wird, denn die Limitierungen die der 997 GT3-RSR derzeit in den diversen Rennserien erhält sind an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten.
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    • Nun, zunächst einmal ist es doch recht schön einen kleinen Silberstreif am Horizont noch immer erkennen zu können, wir sollten hoffen das es kein großer Komet ist der auf Kollisionskurs ist. Anders gesagt: Licht am Ende des Tunnels könnte durchaus ein entgegenkommender Zug sein!

      Wie dem auch sei, hoffen wir mal das beste, auch wenn die Vorzeichen derzeit nicht sonderlich rosig daherkommen. Schuldige für die Situation muss man nicht lange suchen, man kennt sie. Und sie werden nicht nur von uns benannt, sondern auch von gänzlich anderer, deutlich kompetenterer Seite angeprangert, wenn auch chiffriert: motorsport-total.com/wec/news/…Wing_weiter_12062110.html

      Nach eingehendem Studium des Berichts und der Statements dürfte ziemlich klar sein, selbst man von "meeeiiiinnn Schaaaaatz" (sprich: "den Ringen sie zu knechten" im Geiste benebelt ist wie die Hässlichkeit in Person namens Gollum), das man inzwischen lediglich (noch!) die Formelklassen und die Rallye-Szene verschont, ansonsten aber mit einem immensen Frontalangriff auf der Finanzseite Regelhüter und Veranstalter wirklich MASSIV manipuliert und somit einen echten Sport untergräbt aus Marketinggründen!

      Ich bekenne mich: ich bin tatsächlich ein Fan des Delta-Wings! Okay, optisch finde ich ihn höchstens "bemerkenswert", aber keineswegs "schön". Kein Wunder: ich persönlich glorifiziere geradezu Fahrzeuge vom Schlage eines Ford P68, Ferrari 330 P3/4 oder vielleicht noch der 906 Carrera 6.... aber okay, das ist Geschichte, nichts desto trotz sind mir Spyder eher zu wider, schon alleine wegen der Gefahr welcher die Fahrer ausgesetzt sind wenn sich das Fahrzeug um die Hochachse um 180 Grad dreht und kopfüber in ein Kiesbett eintaucht!!! So verloren wir nicht nur Michele Alboretto...

      Dennoch: Das Nissan-Projekt hat vor allem eines überdeutlich gezeigt (und da sind sich inzwischen im Grunde ALLE Fachleute einig): Hätte Nissans Deltawing tatsächlich sein volles Potential DÜRFEN, und wenn er tatsächlich ohne Feindberührung hätte durchfahren können, so hätten selbst ein problemlos durchfahrendes Toyota- und sogar Audi-Team wirklich verflucht schlechte Karten gehabt!!! Dieser Erkenntnis liegt simple Mathematik zu Grunde, welche selbst mathematisch miserable Hauptschüler sehr leicht nachvollziehen können.

      Halten wir fest: Diesel-Technologie ist eine künstlich aufgeblasene Technikblase von Lobbyisten, Hybriden gebe ich eine große Zukunft (wobei man echt überlegen sollte ob tatsächlich der Elektromotor phasenweise den Verbrennungsmotor unterstützen sollte, ODER ob der Verbrennungsmotor nicht nur noch zur Speisung der Elektromotoren dienen sollte!)... Unter´m Strich aber hat uns Nissan aber EINES ganz deutlich gezeigt mit dem Deltawing: Die konsequente Reduktion von Gewicht und Leistung, mithin aber auch der Spitzenleistung resultiert aber auch in einer sehr großen Reduktion des Verbrauchs, und das nicht nur in Punkto Treibstoff! Zeitgleich werden Reifen geschont (Doppel- oder gar Dreifachstints sind plötzlich möglich!) UND so ganz nebenbei auch noch die Bremsen geschont! Wer jemals vor Ort war, und gesehen hat was es bedeutet (ganz gleich ob nun Carbon-, Keramik- oder Stahl-Scheibenbremsen) zu wechseln, der weiß wovon ich berichte. Damit aber noch nicht genug! Nissan hat mit diesem Projekt noch ein weiteres, aber längst bekanntes, wichtiges Segments wiederbelebt: nämlich die Fahrbarkeit für die Fahrer! Selbstredend wissen wir, das die G-Kräfte bei positiv-, negativ- sowie Querbeschleunigung in erster Linie für das Fahrzeug gemessen werden. Ich fände es aber durchaus spannend, wenn ähnliche Messungen aber mal am Körper der Fahrer und ihrer Extremitäten durchgeführt würden! Klar, der schwerste, freibewegliche Part eines Fahrers ist sein Kopf samt Helm. Vielleicht können mir hier einige Physik-Spezialisten in diesem Forum Aufklärung bieten...

      Was nun Porsche anbelangt: es ist weit mehr als nur traurig, Empi hat es ja nun schon anklingen lassen... Es gibt nunmal ein Konzept auf dieser "verrückten" Wellt das man (wenn man es nicht "draufhat") kopieren kann, man kann es nur politisch zerstören! Seit den 60er Jahren wird man nicht müde das Heckmotor-Konzept des 911er kaputtzureden... und bislang ist noch JEDER Konkurrent daran gescheitert bis man die "Elfer" durch Reifen-/Felgengröße, Mindestgewicht, Tankinhalt, Bremsscheibengröße oder was auch immer eingebremst hat um der Konkurrenz überhaupt einen Hauch einer Chance zu ermöglichen! Wann bitte verstehen die Fans, aber viel wichtiger noch die Ingenieure (!!!) das Hummeln nicht nur fliegen können, sondern deutlich imposantere Flugmanöver vollführen können als es Turmfalken, Adler oder Eulen auf die Reihe bekommen?

      Sagen wir es mal arg überspittzt: wir brechen mit der Rohrzange die Zähne eines Bullterriers, knebeln seine Vorder- UND Hinterläufe mit Kabelbindern, tapen die arme Kreatur dann noch rund ums Maul herum und freuen uns als Pudel-Besitzer das der kleine Scheisser an unserer Leine als Sieger nach Hause geht! EXAKT SO verfährt Audi!!!! Shame on YOU!!!

      Es muss schrecklich gewesen sein für Menschen, die Rennsport wirlich LEBEN, Menschen wie Don Panoz oder ganz im besonderen Henri Pescarolo! MENSCHEN die noch immer den Geist des Rennsports über, WEIT über die politische, marketingteschnische Relevanz historisch bedeutender Ereignisse stellen!

      Long live the 911! :thumbsup:
    • kleines, aber umso traurigeres Update:

      Zur Situation am Ring gibt es jetzt einen sehr guten Radiobeitrag hier zum anhören bzw. downloaden: mp3-download.swr.de/swr2/forum…am_nuerburgring.6444m.mp3


      Und als wäre das alles noch nicht genug... geht´s jetzt wohl in ähnlicher Manier mit der nächsten Traditionsrennstrecke weiter, denn in Silverstone könnten/werden wohl auch bald die Tore geschlossen: pitpass.com/46823-Silverstone-up-for-sale