VLN-Vorstand Karl Mauer ist zurückgetreten...

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    • Der Zeitpunkt lässt natürlich einen ganz großen Spielraum für Spekulationen und ist sicherlich ungünstig wenn es wirklich "Persönliche Gründe" sind.
      Die VLN steht aber auch dieses Jahr ganz besonders in der Schusslinie. Erst aufgrund der Regelmäßigen "Crashfestivals" und nun aufgrund der Geschehnisse beim 5. Lauf. Kritik hört man aus allen Lagern, seien es Profi-Rennfahrer, Amateur-Rennfahrer oder Fans. Das allgemeine credo lautet immer gleich: Zu aggressive Fahrweisen, nicht zuende gedachte Code60 Regel und fehlendes Miteinander. Einige verteufeln daher die GT3, aber ob diese die Alleinschuld trägt wage ich sehr zu bezweifeln.
      Ich bin persönlich überhaupt kein Fan der GT3 Politik in der VLN. Seit der Einführung der GT3 und Ausblutung der VLN Specials, hat die VLN für mich als Fan massiv an Interesse verloren. Früher hatte man Fahrzeug Unikate bei denen man alle 8 Minuten ein grinsen im Gesicht hatte wenn diese vorbei fuhren. Heute hat man schwarzen R8, weissen 911er, gelben R8, roten R8, weisser SLS, schwarzer SLS, gelber 911 etc... Aber das ist nur meine persönliche Meinung :)
    • Wenn ihr mich fragt, war das nur eine Frage der Zeit. Es kann nicht sein, das bei einem Langstreckenrennen auf der grünen Hölle Hobbyrennfahrer ihr unwesen treiben und die Profirennfahrer in Gefahr bringen. Die Klassenunterschiede hin oder her, aber bei einem 24H Rennen haben Hobbyracer nichts zu suchen. Schlagt mich, aber das ist meine Meinung.
    • Öhm...

      ...nö?

      Das Nebeneinander von Profis und Amateuren hat auf der Nordschleife im Rahmen der VLN mehr als 20 Jahre sehr gut funktioniert. Ich glaube, sogar eher an die 30. Es sind erst die letzten paar Jahre, in denen das Ganze in Schieflage gerät. Muß also andere Ursachen haben.

      Ich schreib aber morgen noch ein bisschen mehr zu dem ganzen Thema, weil GT3 ist so ne Geschichte, die ich seit längerem generell etwas kritisch sehe.
    • Ich begrüse die einführung dieser Regel! So können sich die leute die in einem GT3 an den start gehen wollen erstmal ein Bild davon machen wie es in dein kleinen klassen aussieht und können lernen wie man situationen abschätzt aus der sicht eines kleinen fahrzeug..

      Kai die kleinen haben genauso ihre daseinsberechtigung wie die großen.. Das miteinander muss wieder besser funktionieren auf der nordschleife sonst wird es nurnoch krachen wie in den letzten 4 läufen und dem 24h rennen.

    • Die Zusatzlizenz hat aber auch einen faden Beigeschmack. Erstens dürfen jetzt alle VLN Fahrer zweifache Lizenzgebühren zahlen und zweitens muss es die Realität erstmal zeigen wie genau man sich an diese Reglung hält. Oder glaubt hier einer ernsthaft, dass ein BMW/Porsche/Audi Werksfahrer erstmal in eine kleine Karre gestopft wird bevor er seinen echten Job im GT3 antreten darf?

      Im Rennen von Samstag ist es dann endlich passiert worauf man so lange gewartet hat: Die 8 Min. Schallmauer ist gefallen. Für mich ein Ergebnis der absolut inkonsequenten Regelauslegung der VLN. Zur Erinnerung: Die Nordschleife hat nur eine Rennzulassung für Fahrzeuge bis 8:30 Min.
      Mit Einführung der GT3 und der BoP wollte man das Feld auf 8:30 Min "einfrieren", da man ja die richtigen Stellschrauben hat. Wo wir jetzt gelandet sind sieht man ja. Mit einer 8:30 im Training wäre man am Samstag von Startplatz 20 gestartet.
    • Ob die Nordschleifenlizenz wirklich zu einer Verbesserung der Situation führen wird, würde ich auch mal eher in Zweifel ziehen, aber irgendwem wirds schon nutzen, wie Misan andeutete. Tendenziell ists aber eher eine Frage der generellen Einstellung der Akteure, und die stellt sich nicht unbedingt mit Lehrgängen ein. Vom Hörensagen her gibts ja Berichte, nach denen die Rennleitung bei der Fahrerbesprechung Videos von Vorfällen gezeigt haben soll, bei denen kaum gebremst in Doppelgelbzonen gefahren und Streckenposten gefährdet wurden, und aus dem Publikum solls dabei Gelächter gegeben haben. Hm, okay. Es ist auch kaum für den Sport förderlich, wenn ein Uwe Alzen beleidigt sein Fahrzeug wieder auflädt, sich bei DMSB und sonstwem bitterlich beschwert und öffentlichkeitswirksam die Prüfung juristischer Konsequenzen verkündet, weil er oder sein Fahrer im Training bei einem Gelbverstoß erwischt wurde und eine Strafe aufgebrummt bekam. Auch wenn dem Veranstalter bei der Vorgehensweise durchaus unglücklich und kritisierbar vorgegangen ist.
      Bedenklich ist es auch, wenn stimmen sollte, was ich an anderer Stelle gelesen habe, nämlich daß es wohl Versuche gegeben hat, die Überwachungsgeräte zu manipulieren. Sollte es stimmen, muß mal der Sportsgeist der Verantwortlichen hinterfragt werden.

      Was die GT3 auf der NS angeht, man kann natürlich den Teams keinen Vorwurf machen, wenn man sich statt einer Eigenentwicklung lieber für überschaubares Geld ein konkurrenzfähiges, erprobtes Fahrzeug mit zuverlässiger Teileversorgung und möglicherweise noch Support durchs Werk holt. Und ganz ehrlich, grad bei den spektakuläreren Teilen verheddert man sich schnell man in der Komplexität des Ganzen. Den Eindruck, daß der Jürgen Alzen zeitweilig schon mal mit dem Turbinchen überfordert war (vom technischen her) bin ich nie losgeworden.

      GT3 haben von der sportlichen Seite her die Problematik, daß sie durch BoP auf ein gleichmäßiges Leistungsniveau eingeregelt sind und es in dem Sinne kaum noch natürliche Unterschiede im Leistungsvermögen der verschiedenen Fahrzeuge gibt. Das ist lustig für den Zuschauer und viele finden es geil, wenn 24h-Rennen am Ende im Sekundenbereich ausgehen. Geht aber auch mit dem Problem einher, daß man heute keinerlei Raum mehr hat, um irgendwo Sicherheit einzuplanen, zu schauen, wie sich vor einem die Situation entwickelt, denn macht man das zehn mal zu häufig, sind das am Ende vielleicht genau die 10 Sekunden, die am Schluß fehlen. Also wird eher reingehalten als abgewartet. Spezielles Nordschleifenproblem ist, daß die Werke zunehmend den Marketingwert guter Leistungen auf der Nordschleife erkennen und deswegen in den letzten Jahren eine deutliche Aufrüstung und Professionalisierung stattfand. Viele Piloten kommen deshalb auch nicht mehr aus dem VLN-nahen Umfeld und von daher möglicherweise auch nicht ganz mit den speziellen Gegebenheiten von VLN und 24h-Rennen vertraut.
      Ein anderer Aspekt ist: Geraten ein Profi und ein Amateur aneinander, bekommt der Profi vielleicht nen Satz heiße Ohren von Teamchef und Rennleitung. Für die Amateure kann, wenn das Auto dabei richtig einen mitkriegt, die ganze Saison vorüber sein...
    • Hier gibt es noch einen Interresanten Bericht zur 8 Min. Marke:

      Bericht auf Sportscar-info

      Als weitere Neuigkeit: Karl Mauer ist zurück und alleiniger Geschäftsführer der VLN OHG (vorher GbR). Dadurch sollte es Mauer nun möglich sein auch ungeliebte Entscheidungen durchzudrücken auch wenn nicht der komplette Vorstand dafür ist.
      Ob und wie sich etwas ändert wird man in Zukunft sehen. Hängt auch sicherlich stark davon ab ob sich die VLN von den Werken beeinflussen lässt. Ich würde jetzt einfach mal in den Raum werfen, dass aus deren Richtung einiges an Druck kommt...